Newsletter 03|2021
Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt Neues zur Zukunft des IASS: Im November wurde das IASS durch Gutachterinnen und Gutachter im Auftrag des Wissenschaftsrates evaluiert, pandemiebedingt notgedrungen nur virtuell. Ende April wurden Stellungnahme und Empfehlungen des Wissenschaftsrates auf Grundlage dieser Evaluation veröffentlicht. Der Rat stellt fest, dass Ausrichtung und Ansatz des Instituts wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch von großer Bedeutung und einzigartig in der Forschungslandschaft in Deutschland sind. Das IASS habe ein für die wissensbasierte Politik- und Gesellschaftsberatung überzeugendes Profil entwickelt.

Wörtlich schreibt der Wissenschaftsrat: "Angesichts des großen politischen Bedarfs an den Transferleistungen des IASS und der anhaltenden Leistungssteigerung im wissenschaftlichen Bereich appelliert der Wissenschaftsrat an das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Land Brandenburg als Förderer, einen geeigneten institutionellen Rahmen für das Institut zu finden."

Uns freut diese positive Würdigung unserer Arbeit. Wie dieser neue "institutionelle Rahmen" im Detail aussehen wird, steht heute - Anfang Juni 2021 - noch nicht endültig fest. Fest steht jedoch, dass das IASS auch künftig einen sichtbaren und eigenständigen Beitrag zur Transformation in Richtung Nachhaltigkeit leisten wird: transformativ, transdisziplinär und ko-kreativ.

Wie dieser Beitrag aussieht, dazu erfahren Sie in dieser Ausgabe unseres Newsletters mehr: Ein IASS-Team hat die Arbeit des Bürgerrats "Deutschlands Rolle in der Welt" evaluiert und gibt Empfehlungen ab. Außerdem arbeiten die IASS-Direktoren in einem Expertengremium mit, das den derzeit tagenden "Bürgerrat fürs Klima" berät.

Internationale Fellows, unter anderem vom IASS, beschreiben in einer Analyse nachhaltige Lösungen für den Globalen Süden in einer Nach-Pandemie-Welt und in einer weiteren Studie zeigen IASS Forschende, wie Lehrkräfte die Veränderungen in der Braunkohleregion zum Unterrichtsthema machen können.

Zu diesen und vielen weiteren Themen finden Sie Informationen in diesem Newsletter. Wie immer gilt: Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, zögern Sie nicht, uns zu schreiben: media@iass-potsdam.de.

Herzliche Grüße aus Potsdam

Matthias Tang
Leiter Presse und Kommunikation

P.S. Um zwischen den Newslettern mehr über unsere Arbeit zu erfahren, können Sie uns auf LinkedIn besuchen, auf Twitter folgen oder Sie schauen auf unsere Internetseite.
 
NEWS
 
Nachhaltige Lösungen für den Globalen Süden in einer Nach-Pandemie-Welt

Die Pandemie hat die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele abrupt unterbrochen. Jahrzehnte des Fortschritts hat dies zunichte gemacht. Die Coronakrise legt gesellschaftliche Ungleichheiten offen, während sich Unterschiede zwischen den Ländern verschärfen. Ein internationales Team hat die Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung in Ländern des Globalen Südens analysiert und das IASS hat diese Analyse veröffentlicht.

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Politikberatung
Empfehlungen zur Polarforschung ans Bundesforschungsministerium übergeben

Über 100 Arktis-Expertinnen und -Experten, darunter Forscherinnen des IASS Potsdam, haben für das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Konzeptpapier zu „Polarregionen im Wandel“ verfasst. Es stellt Empfehlungen vor, in welchen Bereichen sich die Polarforschung in den kommenden Jahren besonders engagieren sollte. Es wurde der Öffentlichkeit am 19. Mai 2021 in einer virtuellen Veranstaltung präsentiert.

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Expertenkommissionen
Wie Deutschland und Kanada den Kohleausstieg demokratisch zu legitimieren versuchen

Der Kohleausstieg ist für einen wirksamen Klimaschutz unerlässlich, löst aber in den betroffenen Regionen Ängste und Widerstände aus. Um den Strukturwandel erfolgreich zu gestalten, haben Kanada und Deutschland verschiedene Interessengruppen eingebunden. IASS-Forschende vergleichen zwei Stakeholder-Kommissionen auf der Grundlage von Interviews mit ihren Mitgliedern und zeichnen nach, wie die Regierungen mithilfe von Kommissionen ihre Ausstiegsspolitik legitimieren.

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Partizipation
Gute Noten für Bürgerrat „Deutschlands Rolle in der Welt“

Im Januar und Februar hat der Bürgerrat „Deutschlands Rolle in der Welt“ getagt. 152 zufällig ausgeloste Menschen berieten in zehn Online-Sitzungen über außenpolitische Handlungsempfehlungen für Bundestag und -regierung. Was lief gut, was muss verbessert werden? Wer nahm teil und welche Auswirkungen hatte die Verfahrensgestaltung? Eine Auswertung stellten das Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung der Bergischen Universität Wuppertal und das IASS Potsdam vor.

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Globaler Aktionsplan
Rettet unsere Ozeane, um unsere Gesundheit zu schützen

Die interdisziplinäre europäische Kollaboration „Seas, Oceans & Public Health in Europe“ (SOPHIE) hat erste Schritte für Organisationen skizziert, um das größte zusammenhängende Ökosystem der Erde zu schützen. In einem Kommentar im 'American Journal of Public Health' rufen die Forschenden, darunter Torsten Thiele vom IASS, dazu auf, die aktuelle UN-Ozeandekade (2021-2030) als Katalysator für globale Veränderungen zu nutzen.

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Demokratische Transformationen
Bildung für nachhaltige Entwicklung im Lausitzer Strukturwandel

Wie können Schülerinnen und Schüler den Strukturwandel in der Lausitz verstehen und sich sogar aktiv einbringen? In einer Studie zeigen IASS-Forschende, wie Lehrkräfte die Veränderungen in der Braunkohleregion zum Unterrichtsthema machen können. Ziel ist es nicht nur Diskussionen anzuregen, sondern auch die Jugendlichen zu befähigen, sich an der Gestaltung des Strukturwandels zu beteiligen.

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WPN2030
„Hoffnungsvolles Signal für die Transformation von Konsum und Produktion“

Die Bundesregierung will mit einem Maßnahmenbündel nachhaltigen Konsum stärken. Professorin Christa Liedtke, Co-Vorsitzende der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 (wpn2030) lobte den Beschluss des Staatsekretärsausschusses für nachhaltige Entwicklung als "hoffnungsvolles Signal", dass die Regierung "Konsum und Produktion jetzt ins Zentrum ihrer Nachhaltigkeits- und Klimapolitik rücken und konsequent transformieren" wolle.
Studie
Warum weiter über den Ausstieg gestritten wird

Können Expertenkommissionen bei umstrittenen Entscheidungen zu demokratisch legitimierten Lösungen beitragen? Dies hat ein IASS-Team am Beispiel der „Kohlekommission“ analysiert. Es hebt positiv hervor, dass die Kommission zu einem Kompromiss geführt habe. Andererseits sei die Gemeinwohlorientierung wegen der hohen Kosten bei geringen klimapolitischen Ambitionen umstritten und die  Bürgerbeteiligung war zu klein. Das Team liefert Hinweise fürs Gelingen künftiger Kommissionen.

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Sammelband
Wie engagierte Wissenschaft den Strukturwandel mitgestaltet

Gesellschaftliche Veränderungen speisen sich oft aus wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Sammelband „Wissenschaft im Strukturwandel“ zeigt, wie die wechselseitige Verflechtung von Wissenschaft und Gesellschaft auch die Forschungspraxis verändert. Das Buch umfasst 14 Beiträge, die zeigen, wie engagierte Forschung die demokratische Auseinandersetzung in Transformationskonflikten fördern kann.
Interview
IASS-Direktor berät Bürgerrat fürs Klima

160 zufällig ausgeloste Personen, zwölf Sitzungen, 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Klima- und Gesellschaftswissenschaften: Sie sind der Bürgerrat fürs Klima, der unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler seine Arbeit aufnimmt. Der "Rat der 160" erarbeitet nun Empfehlungen für die deutsche Klimapolitik. Er wird von einem Expertenkuratorium unterstützt, welches IASS-Direktor Ortwin Renn leitet.

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Wissenschaftsrat
Ausrichtung und Ansatz des IASS überzeugen

Der Wissenschaftsrat hat die Ergebnisse der Evaluation des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) vorgestellt und veröffentlicht. In seinem Gutachten stellt der Rat fest: Ausrichtung und Ansatz des Instituts sind wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch von großer Bedeutung sowie einzigartig. Das IASS habe ein für die wissensbasierte Politik- und Gesellschaftsberatung überzeugendes Profil entwickelt.
Luftqualität
Verbesserte Ozonwerte dank geringerer Stickoxid-Emissionen

Sommer ist Ozon-Saison: Wenn es sonnig und heiß ist, bildet sich in Bodennähe verstärkt das gesundheitsschädliche Gas. In den vergangenen Jahren stieg der Ozongehalt der Luft in Deutschland bei warmen Temperaturen allerdings weniger stark an als zuvor. Hauptgrund dafür ist der Rückgang der Stickstoffoxid-Emissionen. Positive Entwicklungen sind vor allem im Südwesten Deutschlands zu beobachten, während Berlin hinterherhinkt.

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Verkehrsversuche in Berlin
Radweg am Kottbusser Damm führt zu 22 Prozent weniger Luftschadstoffen

Das Berliner Mobilitätsgesetz soll die Bedingungen für das Radfahren, Zu-Fuß-Gehen und den öffentlichen Nahverkehr verbessern. Wie wirkt sich eine veränderte Infrastruktur auf die Luftqualität aus? IASS-Forschende haben jetzt zwei Verkehrsversuche – die Einrichtung einer Fahrradspur und einer Spielstraße – ausgewertet. Ihre Messungen zeigen: Die Luftverschmutzung ging während der Verkehrsversuche deutlich zurück.
Konsortium HyPat
Globaler Atlas mit nachhaltigen Standorten für grüne Wasserstoffwirtschaft

Deutschland ist langfristig auf Energie-Importe angewiesen: Einen Großteil des grünen Wasserstoffs wird es aus wind- und sonnenreichen Weltregionen importieren müssen. Im Forschungsprojekt HyPat unter Mitarbeit eines Teams vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) wird deshalb ein globaler Wasserstoffatlas entwickelt.
Studie
Chancen und Risiken der Digitalisierung für eine nachhaltige Entwicklung

Die Digitalisierung kann den Übergang zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen, wenn bewusst und von Anbeginn an nachhaltige Kriterien in das Design eingebaut werden. Dazu bedarf es einer systemischen Nutzen-Risiko-Perspektive anhand der drei Nachhaltigkeitsdimensionen: Ökologie, Ökonomie und Soziales. Eine solche vorsorgende Gestaltung setzt eine aktive Einbindung von Entwicklern, Nutzern und Regulatoren voraus.
 
 
 
 
NEUES DOSSIER
 
Was sind systemische Risiken?

Sie treten als Pandemien, Finanzkrisen oder Klimawandel auf: die systemischen Risiken. Da sie komplex und vernetzt sind, fordern sie die konventionelle Risikoanalyse und das -management besonders. Die IASS-Gruppe „Systemische Risiken“ analysiert Risiken und Potenziale von Transformationsprozessen für die nachhaltige Entwicklung und liefert im nächsten Schritt Politikempfehlungen für die Governance systemischer Risiken.
 
 
NEUES VIDEO
 
Beim virtuellen Potsdamer Tag der Wissenschaften im Mai 2021 hat Prof. Johan Lilliestam Fragen aus dem Publikum beantwortet. Lilliestam leitet die Gruppe Dynamik der Energiewende am IASS und ist Professor für Energiepolitik an der Universität Potsdam. Er erforscht politische Strategien, Richtlinien und Instrumente für einen Umbau zu einem komplett erneuerbaren Energiesystem. Sehen und hören Sie nun seine Antworten.
 
PUBLIKATIONEN
 
Artur Sgambatti Monteiro et al.
IASS Study, May 2021
Pınar Ertör Akyazı, Franziska Sperfeld, Sebastian Helgenberger, Ümit Şahin, Laura Nagel
IASS Report, Dezember 2020

 
Eine Zusammenstellung unserer
neuesten wissenschaftlichen Veröffentlichungen
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NEU IM IASS-BLOG
 
Katastrophe als Transformationsimpuls?
Manuel Rivera und Katharina Beyerl
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ZUM BLOG
 
VERANSTALTUNGEN
 
   
IASS Tuesday Talks

 
Kennen Sie unsere Serie von Tuesday Talks? Immer dienstags stellen IASS-Fellows interessante Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Zurzeit finden die Tuesday Talks ausschließlich als Videokonferenzen statt. Reinhören und -sehen lohnt sich!
 
 
   
  08./09.06.2021

 
The 1st status conference of the BMBF funding measure "CO2 as a sustainable source of carbon  - Pathways to industrial applications - CO2-WIN" will take place on June 8/9, 2021.
 
 
   
   09.08.2021 –

   18.08.2021
 
Unsere siebte, aber bislang erste virtuelle Potsdam Summer School dem Thema „Wasser: Unser globales Gemeingut – die Hydrosphäre an Land und auf See“. Link zur Potsdam Summer School
 
 
 
 
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